von Sebastian Wilhelm
Weit von mir entfernt,
da ist ein Mensch,
den ich nicht kenne,
jemand, der mich auch nicht kennt.
Ein Mensch, weit von mir entfernt.
Mittlerweile ist dieser Mensch so weit weg,
dass er nur noch in meinem Kopf herumgeistert.
So weit weg, dass ich nicht mal mehr weiß,
aus welcher Richtung er so plötzlich in mein Leben kam.
Meine Gedanken kreisen herum,
an jenen Menschen, den ich nicht kenne.
Und ein Gefühl fegt durch mich,
wie ein tosender, alles vernichtender Sturm.
Ich fühle mich verlassen,
von dem Menschen,
den ich nicht kenne.
Ich erinnre mich,
kehre an jenen Zeitpunkt zurück,
an dem alles begann.
Als es nur ein paar Meilen waren,
die uns trennten.
Ich versuchte, zu existieren,
nur für diesen einen Moment.
Um dem Menschen,
den ich nicht kenne,
– ihm zu sagen,
dass ich ihn vermissen werde,
wenn er mich jetzt verlässt!
Da ist ein Mensch,
einst näher als jetzt,
nun weit von mir entfernt.
Ich sehne mich zurück,
ganz gleich – dass jeder Gedanke ungewiss ist,
der um ihn kreist.
Und ich blinzle mit den Augen,
und der Mensch,
der mir in meinen Träumen so nah war,
er ist nun so weit weg,
dass er nicht mal mehr einem Punkt am Horizont ähneln würde.
Verzweifelt hatte ich versucht ihm nachzugehen,
doch er blieb unerreichbar,
ein Nichts in der Ferne.
Nun hat er mich doch verlassen,
der Mensch,
in der Ferne,
den ich nicht kenne
und den ich vermisse.