Literaturtipp 8: „Im Krebsgang“ (Günter Grass), „Durcheinandertal“ (Friedrich Dürrenmatt) und „Der Mann, der Shakespeare erfand“ (Kurt Kreiler)

Lektüretipps von Helena Alex

Ich habe eigentlich so unglaublich viele Bücher, die ich hier aufzählen kann, weil ich durch sie so stark bewegt und beeinflusst worden bin. Ich bin ein großer Fan von Büchern, die mit verschiedenen Perspektiven spielen, das macht das Ganze umso interessanter. Weiterlesen

Literaturtipp 3: Theodor Fontanes „Frau Jenny Treibel“

Lektüretipp von Michael Fassel

Vielen dürfte Fontane als Pflichtlektüre in der Oberstufe bekannt sein. Doch geben wir dem Autoren, der im vergangenen Jahr seinen 200. Geburtstag gefeiert hätte, eine neue Chance. „Frau Jenny Treibel“ ist eine kurzweilige Lektüre, die selbst Zweifelnden wieder Freude an Fontane geben kann – und dabei feststellen, wie humorvoll doch die vermeintlich verstaubte Schullektüre ist. Weiterlesen

Von Schmetterlingen im Bauch, Fischen im Pool und Passwörtern im Kühlschrank

von Wiliam Mertens

Tanzend, mit suchenden Bewegungen bewegt sich ein achtjähriges Mädchen mit angenähten Schmetterlingsflügeln durch den heimischen Garten – eines von vielen metaphorisch aufgeladenen Bildern auf der 70jährigen Berlinale, die sich ebenfalls nach dem Wechsel der Festivalleitung von Dieter Kosslick zu Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek neu entwickeln muss. Der Garten stellt für die Protagonistin des berührenden französischen Dokumentarfilms Petite fille von Sébastien Lifshitz aus der Festival-Sektion „Panorama Dokumente“ einen sicheren Raum dar, in dem sie sich frei entfalten kann. Ihre Familie akzeptiert Sasha so, wie sie ist: Im Körper eines Jungen geboren, identifiziert sie sich schon seit ihrer frühen Kindheit als Mädchen. Doch in sehr aufwühlenden Interviews werden zum Teil Unverständnis und Druck durch die Gesellschaft sowie die daraus resultierenden psychischen Auswirkungen auf Sasha und ihre Familienangehörigen spürbar, die darum kämpfen, dass Sasha u.a. als Mädchen gekleidet zur Schule gehen darf. Insgesamt gelingt Lifshitz ein tiefschürfendes, engagiertes Plädoyer für Selbstbestimmung und Akzeptanz, das Sasha und ihrer Familie auf Augenhöhe mit Würde begegnet, nah an ihnen dran ist, nie reißerisch wirkt und dadurch zu echter Anteilnahme einlädt. Weiterlesen