22.12.2014: Advent, Advent – der Geldbeutel brennt!

von Wiebke Kühlbauch

Noch drei Mal Schlafen und es ist soweit, dann ist endlich Weihnachten. Viele fiebern dieser Zeit entgegen – mich eingeschlossen. In die Heimat fahren, Familie wiedersehen, gutes Essen, runterkommen. Das Ganze geht natürlich auch mit der Geschenke-Orgie einher. Jeden Tag kündigt sich noch ein weiteres Familienmitglied für die Festtage an und die Liste der Präsente wächst und wächst. Jaja, der gute alte Weihnachtsstress, ehe es dann besinnlich wird.
Für mich ist Weihnachten dennoch kein Konsumfest, wie es oft heißt. Was ist mit den Leuten, denen es ganz einfach einen Riesenspaß macht, anderen etwas zu schenken? Und so sollen auch der Enkel vom Freund meiner Mutter, die Tante, die ich ein Mal im Jahr sehe und die Oma meines Freundes nicht leer ausgehen. Da streikt bei uns Studenten allerdings oft der Geldbeutel, aber selbstgemacht ist ja sowieso viel schöner. Deshalb hier ein paar Ideen, die man auch auf den letzten Drücker noch umsetzen kann und kaum ins Geld gehen.

1. Das legendäre Bechertelefon für die Kleinen

Wir stammen aus der Generation Buden bauen, Gummitwist und Hüpfekästchen. In die lange Reihe der grandiosen Kindheitserinnerungen gehört bei mir definitiv auch das Bechertelefon. Kennt das heute noch jemand? Wie faszinierend es doch war, dass man mittels Joghurtbecher und Schnur den anderen über endlose Entfernungen noch hören konnte.

Für die Deluxe-Variante empfehle ich zwei Dosen, die ohne Dosenöffner zu öffnen sind, damit es keine scharfen Kanten gibt. In jeden Boden ein kleines Loch, Paketschnur durch – am besten richtig lang – Knoten rein und fertig. Mit buntem Masking-Tape verschönere  ich die Dosen noch und die Nichten und Neffen werden bestimmt genauso fasziniert sein, wie wir damals. (Damit das Ganze funktioniert nicht vergessen: Die Schnur muss gespannt sein.)

2. Apfelgelee mit Zimt für Großeltern und Co.

Hier gibt es ein simples Rezept, für leckeres Gelee, welches geschmacklich prima zur dunklen Jahreszeit passt. Und die Oma freut sich jeden Morgen auf ihr Frühstück. Altglas stapelt sich ja ohnehin in jeder WG, also bloß noch folgende Zutaten einkaufen und los geht’s.

Ergibt ca. 3 Gläser von je 450g:
Ihr braucht 800 ml Apfelsaft – 450g Zucker – 1 Pck. Gelierpulver (25g) – 1 Msp. Lebkuchengewürz – 3 Zimtstangen.

Den Apfelsaft in einen großen Topf füllen. Zucker, Gelierpulver und Lebkuchengewürz zugeben und alles gut verrühren. Aufkochen und unter ständigem Rühren 4 Min. sprudelnd kochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen, ggf. abschäumen.

In jedes heiß ausgespülte Glas eine Zimtstange geben, sofort die Flüssigkeit einfüllen und gut verschließen.

(Rezept ist aus: Der kleine Küchenfreund, Jetzt geht´s ans Eingemachte – Die besten Konfitüren und Gelees, Hölker Verlag)

Damit keiner sieht, dass in dem Glas einmal Pesto verde war, könnt ihr ein Stück Stoff mit einem Gummi über den Deckel ziehen. Dann schaut das Ganze doch recht ansehnlich aus.

3. Daumenkino für die Liebsten

In der Grundschule hat man Daumenkinos noch selbst gezeichnet. Heute bekommt man das wunderbar mit jeder Digitalkamera hin. Diese sollte mind. 20 Mal hintereinander auslösen können. Was ihr vor der Kamera macht, bleibt euch überlassen. Strippen, tanzen, Handkuss, ganz egal, es sollten nur ca. 40 Fotos bei rumkommen. Bei dm im Sofortdruck vier Bilder auf ein Foto drucken, alles ausschneiden und übereinander legen. Danach eine dicke Pappe im gleichen Format um die Bilder legen und auf der linken Seite mit einem Gummiband fest umwickeln. Das Deckblatt kann dann noch beschriftet und verziert werden und fertig ist das ganz private Daumenkino.

4. Hörbuch für ambitionierte Bücherfreunde

Ihr könnt hervorragend Vorlesen und dazu noch diverse Stimmen nachahmen? Dann nehmt doch euer eigenes Hörbuch auf! Falls die Zeit drängt sollte es allerdings kein dicker Wälzer sein, sondern eher die Kategorie „Der Kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupèry. Wenn ihr es lieber digital mögt – wir sind ja auch im höchst technischen Zeitalter angelangt – könnt ihr entweder das Smartphone oder den Laptop als Aufnahmegerät nutzen. Aber für alle die es old school mögen, leere Kassette(n) kaufen, Kassettenrekorder bereit machen, rec und play. Vielleicht findet ihr ja sogar auf dem Flohmarkt noch einen alten Walkman, damit beeindruckt ihr dann auf jeden Fall.

So und nun ist es höchste Zeit los zu legen. Viel Spaß beim Selbermachen und verschenken!

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *