Schwere (frei nach Where‘s your Gravity von David Sylvian)

von Jasmin Kathöfer

Von jetzt auf gleich sind alle Blätter verschwunden
und die Luft riecht nach Schnee
Du befreist dein Gesicht von den falschen Farben
dein Mund zerspringt wie eine Rosenknospe
Während die Sekunden verstreichen
legst du schwerelos deine Kleider ab

Wo sind deine Tiefen?
Wo bist du mit deinen Gedanken?
Teil deine Empfindungen mit mir
Vergeude meine Zeit

Zuckerstückchen und gefrorener Regen
Farben zwischen den geschlossenen Händen
Leuchten im Innern
Versteckspiel wie Kinder
Zarte Bande liegen auf deinem Kissen
Selbstzerstörung kommt nicht früh genug

Verlangsame dich
Nichts wird dich retten
Eiscreme tropft von deiner Gabel
etwas Böses zieht herauf
Du erzählst die Geschichten
Barfuß wandelst du auf dem Mond

Wo sind deine Tiefen?
Wo bist du mit deinen Gedanken?
Teil deine Empfindungen mit mir
Vergeude meine Zeit

Ein Gedanke zu “Schwere (frei nach Where‘s your Gravity von David Sylvian)

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