Im zweiten Teil des Interviews von Nicole Schwertner verrät André Schweins, Chef der „Westfalenpost“-Lokalredaktionen, wie seine Zeitung auf die Konkurrenz aus dem Internet reagiert.
Wie sieht Ihre Zielgruppe aus? Haben Sie speziell etwas für junge Leute entwickelt?
Klar, wir fangen ganz jung an. Wir haben jeden Tag eine Kinderseite im Blatt, die „Kinderpost“. Wir haben im Lokalteil die Seite „Junge WP“, die ganz unterschiedlich bespielt wird. Diese Seiten sind auch stark bei älteren Menschen nachgefragt, wie wir herausgefunden haben. Umgekehrt machen wir keine extra Seniorenseite. Es ist richtig: Je älter unsere Leser sind, desto mehr hat man das Gefühl, dass sie unsere Zeitung intensiv und detailliert lesen und diese zu rezipieren wissen. Aber wir merken genauso, dass junge Leute uns wahrnehmen.
Was tun Sie dafür, die Leser aktiv einzubinden?
Wir binden die Leser auf verschiedenen Ebenen ein. Wir haben im Print jeden Tag im überregionalen Teil eine „Frage des Tages“. Dazu sind immer vier Köpfe mit vier Meinungen gefordert. Zum Beispiel zur Frage: „Kann man die Tour de France ohne Doping überstehen?“ Wir walzen das gerade auf Social Media aus. Wir sind bislang mit vier Lokalredaktionen bei Facebook unterwegs. Facebook kann man unter anderem dazu nutzen, eine schnelle Umfrage zu machen. Diese Facebook-Aktivitäten generieren natürlich auch Geschichten.
Sind Studierende auch mal in Panik, wenn sie denken, es bricht alles zusammen?
Kristina Hahnemann, 23, studierte erst Maschinenbau, später Fahrzeugbau an der Universität Siegen.


