von Johannes Herbst
Tief eingesunken hängt man in der Couch, macht es sich noch einmal richtig gemütlich. Eventuelle Katerleiden, die von übermäßigem Partykonsum in der Nacht zuvor herrühren könnten, sind schon so gut wie auskuriert. Auf dem TV-Bildschirm läuft ausnahmsweise mal etwas Sehenswertes, für das man sogar die Werbepausen in Kauf nimmt, oder die Lieblingsserie ist schon auf dem Laptop vorgestreamt. Das Essen hat bereits geschmeckt, ob selbst zubereiteter Braten mit Klöße oder Kostbarkeiten vom Lieferservice deines Vertrauen. Man ist satt und zufrieden. Es ist Sonntagabend, alles scheint gut. Doch irgendwas stimmt da nicht, ein ungutes Gefühl mischt sich unter die Entspannung, ein leichtes Ziehen und Drücken wird im Hinterkopf spürbar. Es sitzt dir im Nacken, du hast es fast ausgeblendet, doch es ist unausweichlich. Der Montag kommt. Weiterlesen