Fortsetzungsroman Kreuzfahrt

von Christian Bocksch

Das Finale

Manuel war schon lange genug in seiner Branche tätig, um das Geräusch zu erkennen wenn eine Waffe entsichert wurde. Er hielt inne.

„Es tut mir wirklich leid, dass ich dieses junge Glück stören muss, aber wir sind geschäftlich hier“. Der Sprecher stand hinter seinem Rücken, aber da Marie erschrocken hin und her blickte, ging Manuel davon aus, dass zwei Personen da sein mussten. „Werner, darf ich bitten?“ Schwere Schritte nährten sich, Manuel ging seine Möglichkeiten durch, sollte er zu schlagen? Aber da drückte sich bereits die kalte Mündung einer Pistole in seinen Nacken. „Mach jetzt keine Fisimatenten, Bursche“. Er erkannte beide Stimmen, es waren der Rentner und dieser Jörg Wiedenkamp, aber wo war seine Frau? Manuel stand langsam auf, und wurde abgetastet. Seine Pistole hatte Manuel in seiner Kabine gelassen, eine Nachlässigkeit, für die er sich gerne geohrfeigt hätte. Trotzdem fand Werner etwas und hielt es belustigt hoch. Weiterlesen

Fortsetzungsroman Kreuzfahrt

Kapitel 7

von Christian Bocksch

Ein Abend unter Feinden

Paranoid blickte sie sich um, aber die Wiedenkamps waren immer noch damit beschäftigt ihr Essen verschwinden zu lassen. Was hatte das zu bedeuten? Wer war dieser junge Mann? Herr Wiedenkamp gab wieder einen Witz zu besten, den Marie schon nicht mehr hörte, aber sicherheitshalber mitlachte. Sie musste hier weg, diesen beiden glaubte sie mit jeder Minute weniger. Sollte sie sich auf Toilette entschuldigen? Dann würde Frau Wiedenkamp wahrscheinlich mitkommen. Soll sie vorgeben müde zu sein? Bloß nicht, dann kämen die beiden mit zu ihrer Kabine. Vielleicht wurde sie auch verrückt? Weiterlesen

Fortsetzungsroman Kreuzfahrt

Kapitel 6

von Lisa Pilhofer

Maria öffnete die Tür einen kleinen Spalt und statt des seltsamen Ehepaars erblickte sie ihre roten Pumps, hochgehalten von ihrem vermeintlichen One-Night-Stand, der sie schüchtern angrinste. Verdutzt öffnete sie die Tür weiter und starrte abwechselnd auf ihre Schuhe und den grinsenden Pianisten. Zuerst freute sie sich, die schönen Pumps wiederzubekommen, und sie wollte schon die Arme ausstrecken, um sie entgegenzunehmen, einhergehend mit kurzen, aber freundlichen Worten des Dankes. Doch ein plötzlicher Gedanke verhinderte diese Geste: Woher hatte er jetzt ihre Zimmernummer? Kannte hier denn jeder ihre Zimmernummer? Ist in der letzten Nacht mehr passiert, als ein kleiner One-Night-Stand? War sie jetzt die Schiffs-Schlampe? Sie wurde wieder nervös und war kurz davor, die Tür sofort wieder zu verschließen. Ihr Schweigen verunsicherte den Pianisten und sein Grinsen erschlaffte. Weiterlesen

Fortsetzungsroman Kreuzfahrt

Kapitel 4

von Johannes Herbst

Sie konnte nicht lange liegen bleiben. Ein leichtes Herzrasen überfiel sie immer wieder und auch ein ununterbrochener Schwindel zog ihr durch den Kopf, wenn sie ihre Augen schloss. Sie schwang die Decke zur Seite und setzte sich auf die Bettkante, wo sie erneut einen heftigen Anflug der inneren Disbalance auszuhalten versuchte. Ihr Körper schien unter Hochdruck zu arbeiten, während sich ihr Geist unter einem Schleier der Schlappheit versteckte. Sie stapfte ins Bad und konnte auf dem Weg die Doppelung ihres Sichtfelds wieder vereinfachen. Gegen das Waschbecken stützend beäugte sie sich im Spiegel. Sie war wohl unabgeschminkt ins Bett gestiegen. Das passierte ihr nur selten. Die rechte Hand nahm sie vom Waschbeckenrand, steckte sie sich in die Vorderseite ihres Tangas und rieb einmal kräftig. Dann hielt sie sich ihre Finger unter die Nase und nahm einen tiefen Zug. Sie roch ungevögelt. Weiterlesen

Fortsetzungsroman: Kreuzfahrt

Kapitel 3

von Christian Bocksch

Sie saß kerzengerade im Bett. Den Blick starr nach vorne gerichtet. Vorsichtig, fast schon bedächtig, sog sie die Luft durch ihre Nase ein. Wegen der Abwesenheit von Traubenzuckerduft ließ sie enttäuscht die Schultern hängen. Mister Dextrose lag schon einmal nicht neben ihr, aber wer dann? Wollte sie das überhaupt wissen? Schließlich schaffte es ihre Neugier, die Schockstarre ihres Körpers zu durchbrechen. Langsam drehte sie den Kopf, und spürte ein schmerzvolles Pochen. Das müssen aber sehr, sehr viele Drinks gewesen sein, dachte sie. Es nützte alles nichts, sie musste jetzt Gewissheit haben.Scan0001

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Fortsetzungsroman: Kreuzfahrt

Kapitel 1

von Michael Fassel

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Die schulterlangen Haare waren fransig. Sie hätte doch noch zum Friseur gehen sollen, als sie sich im Spiegel betrachtete.
Oder sie würde den Board-Friseur aufsuchen.
Der aber kostete mindestens das Doppelte als in der Stadt. Weiterlesen

Fortsetzungsroman Kreuzfahrt

Kapitel 6

von Lisa Pilhofer

Maria öffnete die Tür einen kleinen Spalt und statt des seltsamen Ehepaars erblickte sie ihre roten Pumps, hochgehalten von ihrem vermeintlichen One-Night-Stand, der sie schüchtern angrinste. Verdutzt öffnete sie die Tür weiter und starrte abwechselnd auf ihre Schuhe und den grinsenden Pianisten. Zuerst freute sie sich, die schönen Pumps wiederzubekommen, und sie wollte schon die Arme ausstrecken, um sie entgegenzunehmen, einhergehend mit kurzen, aber freundlichen Worten des Dankes. Doch ein plötzlicher Gedanke verhinderte diese Geste: Woher hatte er jetzt ihre Zimmernummer? Kannte hier denn jeder ihre Zimmernummer? Ist in der letzten Nacht mehr passiert, als ein kleiner One-Night-Stand? War sie jetzt die Schiffs-Schlampe? Sie wurde wieder nervös und war kurz davor, die Tür sofort wieder zu verschließen. Ihr Schweigen verunsicherte den Pianisten und sein Grinsen erschlaffte. Weiterlesen

Fortsetzungsroman Kreuzfahrt

Kapitel 4

von Johannes Herbst

Sie konnte nicht lange liegen bleiben. Ein leichtes Herzrasen überfiel sie immer wieder und auch ein ununterbrochener Schwindel zog ihr durch den Kopf, wenn sie ihre Augen schloss. Sie schwang die Decke zur Seite und setzte sich auf die Bettkante, wo sie erneut einen heftigen Anflug der inneren Disbalance auszuhalten versuchte. Ihr Körper schien unter Hochdruck zu arbeiten, während sich ihr Geist unter einem Schleier der Schlappheit versteckte. Weiterlesen