Von Sartre bis Houellebecq – Iris Radischs kompakter Streifzug durch die französische Literatur der Nachkriegszeit

von Michael Fassel

Um die heutigen französischen Literaten und Intellektuellen zu verstehen, bedarf es mehr als ein Interview mit Michel Houellebecq zu lesen. Vielmehr ist ein Blick auf die Nachkriegszeit, auf Sartre und viele andere Autor*innen der vergangenen Jahrzehnte aufschlussreich, um sich ein literaturhistorisches und zugleich ein gesellschaftliches Bild der Literatur der Grande Nation zu machen.
Aber warum schreiben die Franzosen so gute Bücher, wie Iris Radisch mit dem Titel ihres Buches suggeriert? Die Redaktionsleiterin des Zeit-Feuilletons führt im unterhaltsamen Plauderton die Leser*innen durch das literarische Frankreich der Nachkriegszeit. Mit einem leicht subjektiven Blick hebt sie bekannte, umstrittene und teils – zumindest für deutsche Ohren – eher unbekannte Autor*innen hervor.  Weiterlesen

Ganz einfach Gutes tun im Kultkaff – und dabei Glühwein schlürfen

von Michael Fassel

Das Kultkaff im Gebäude der ehemaligen Haardter Berg Schule ist am Mittwochnachmittag sehr gut besucht. Während es draußen dämmert, plaudern, lesen und rauchen die Menschen in ausgelassener Stimmung – und genießen heißen (auch alkoholfreien) Glühwein und frisch gebackene Waffeln mit Apfelmus oder Puderzucker. Und sie tun dabei Gutes. Denn für diese Leckereien spenden die Studierenden einen Betrag ihrer Wahl an das gemeinnützige Projekt „OneLoveOneWorld e. V.“, das sich um Waisenkinder in Nepal kümmert. Für diesen Verein steht Bülent Cengiz gemeinsam mit Alexander Mosig bis Weihnachten noch jeden Mittwochnachmittag ab 15 Uhr hinter der Theke des Kultkaffs. Die beiden Studis schenken Glühwein aus und backen leckere vegane Schokowaffeln. Sie informieren Interessierte über das Projekt, das sich seit 2009 um in Armut lebende Kinder in Nepal kümmert, indem es sie etwa mit Bildungsprogrammen und Beratungsangeboten unterstützt.

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Eindrücke der Frankfurter Buchmesse 2017

von Michael Fassel

Von Fausthieben, überforderten Polizisten und einem ratlosen Buchmessedirektor ist in den Medien die Rede, wenn es um die Berichterstattung zur diesjährigen Frankfurter Buchmesse geht. Doch es sind nicht nur Verlage mit fragwürdiger politischer Ausrichtung, die provozieren – auch die Tochter eines Prominenten geht wütend auf ihren Vater los. Das Bild der Buchmesse ist zumindest in diesem Jahr angekratzt, beschmutzt. Dabei wird völlig übersehen, was das alljährliche internationale Zusammentreffen literarischer und intellektueller Geister auszeichnet, nämlich die kultivierten Gespräche mit Autor*innen, die man hautnah erleben kann und in der Regel auch für einen netten Small Talk Zeit haben sind. Weiterlesen

Die LiteraListen im Gespräch mit dem StuPa-Sprecher über Burschenschaftler, Politik und Welpen

von Michael Fassel

Er ist für Die LISTE bei den Wahlen angetreten und jetzt Sprecher des 45. Studierendenparlaments: Sebastian Taugerbeck alias El Presidente will aber noch mehr, wie er den LiteraListen verraten hat. Weiterlesen

Bücher hamstern

von Michael Fassel

Kennt ihr das auch, wenn sich stapelweise Bücher in eurem Regal stapeln, dass man Angst haben muss, es bricht unter dem Gewicht geballten Wissens zusammen? Da will ich ein Thema bearbeiten, werde in unserer gut aufgestellten Bibliothek fündig und habe meinen Rucksack sowie zusätzlich eine Stofftasche voll mit wuchtigen Monographien und Sammelbänden. Weiterlesen

Tote und ausgestorbene Helden der 90er Jahre

von Michael Fassel

Manchmal ist ein Besuch bei YouTube wie in einer alten Fotokiste stöbern – man trifft auf teils bekannte und vergessene Gesichter aus der Vergangenheit. Obwohl ich nach etwas anderem gesucht habe, bleibe ich oft bei den Highlights des Kinder- und Jugendprogramms der 90er Jahre hängen. Weiterlesen

Fortsetzungsroman: Kreuzfahrt

Kapitel 1

von Michael Fassel

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Die schulterlangen Haare waren fransig. Sie hätte doch noch zum Friseur gehen sollen, als sie sich im Spiegel betrachtete.
Oder sie würde den Board-Friseur aufsuchen.
Der aber kostete mindestens das Doppelte als in der Stadt. Weiterlesen

Filme zu Weihnachten – Was die LiteraListen empfehlen und was sie nervt

von LiteraListen und Freunden

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Anna Sebastian bevorzugt den Klassiker „Der kleine Lord“ („Little Lord Fauntleroy“) und zwar jene Verfilmung von Jack Gold aus dem Jahr 1980 mit Alec Guinness. Ganz oben auf ihrer Liste stehen auch „Ist das Leben nicht schön?“ („It’s a Wonderful Life“, 1946) von Frank Capra sowie „Der Grinch“ („How The Grinch Stole Christmas”, 2000) von Ron Howard. In ihrem Weihnachtsrepertoire dürfen auch „Kevin allein zu Haus“ („Home Alone“, 1990) als auch „Kevin allein in New York“ („Home Alone 2: Lost in New York“, 1992), beide inszeniert von Chris Columbus. Weiterlesen

Heitere und nachdenkliche Töne – und die Sehnsucht nach Italien

Eine Rezension zu Jörn Hellers Lyrikband „Gute Gedichte und solche, die es gerne wären“

von Michael Fassel

„Gute Gedichte und solche, die es gerne wären“ – so lautet der jüngst erschienene Gedichtband von Jörn Heller. Schon hinter dem Titel verbirgt sich eine erfrischende Ironie: Nicht jedes Gedicht ist per se gut, will aber gerne gut sein. Das endgültige Urteil darf sich schließlich das Lesepublikum machen. Oder auch die LiteraListen, die gerne mal eine Leseempfehlung geben. Weiterlesen

Ein Meer von Impressionen auf der Frankfurter Buchmesse

von Michael Fassel

Ihren Auftakt fand sie unter anderem mit dem niederländischen König Willem-Alexander, ihren feierlichen Abschluss mit der Verleihung des Deutschen Friedenspreises, der an Carolin Emcke ging (die übrigens auch im Roten Hörsaal der Uni Siegen am 5. Juni 2013 gelesen hat). Die Frankfurter Buchmesse hat vom 19. Bis 23. Oktober viele Besucher aufs Messegelände gelockt und dort zum Stöbern, Bummeln und Zuhören eingeladen. Weiterlesen