Ganz einfach Gutes tun im Kultkaff – und dabei Glühwein schlürfen

von Michael Fassel

Das Kultkaff im Gebäude der ehemaligen Haardter Berg Schule ist am Mittwochnachmittag sehr gut besucht. Während es draußen dämmert, plaudern, lesen und rauchen die Menschen in ausgelassener Stimmung – und genießen heißen (auch alkoholfreien) Glühwein und frisch gebackene Waffeln mit Apfelmus oder Puderzucker. Und sie tun dabei Gutes. Denn für diese Leckereien spenden die Studierenden einen Betrag ihrer Wahl an das gemeinnützige Projekt „OneLoveOneWorld e. V.“, das sich um Waisenkinder in Nepal kümmert. Für diesen Verein steht Bülent Cengiz gemeinsam mit Alexander Mosig bis Weihnachten noch jeden Mittwochnachmittag ab 15 Uhr hinter der Theke des Kultkaffs. Die beiden Studis schenken Glühwein aus und backen leckere vegane Schokowaffeln. Sie informieren Interessierte über das Projekt, das sich seit 2009 um in Armut lebende Kinder in Nepal kümmert, indem es sie etwa mit Bildungsprogrammen und Beratungsangeboten unterstützt.

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Filme zu Weihnachten – Was die LiteraListen empfehlen und was sie nervt

von LiteraListen und Freunden

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Anna Sebastian bevorzugt den Klassiker „Der kleine Lord“ („Little Lord Fauntleroy“) und zwar jene Verfilmung von Jack Gold aus dem Jahr 1980 mit Alec Guinness. Ganz oben auf ihrer Liste stehen auch „Ist das Leben nicht schön?“ („It’s a Wonderful Life“, 1946) von Frank Capra sowie „Der Grinch“ („How The Grinch Stole Christmas”, 2000) von Ron Howard. In ihrem Weihnachtsrepertoire dürfen auch „Kevin allein zu Haus“ („Home Alone“, 1990) als auch „Kevin allein in New York“ („Home Alone 2: Lost in New York“, 1992), beide inszeniert von Chris Columbus. Weiterlesen

Semesterbeginn

von Alex Mosig

Welch Freude, welch Wonne. Endlich geht das Semester los. Die Uni belebt wie lange nicht mehr. Von oben glich das muntere Treiben einem Ameisenhaufen. Da wuseln die i-Dötzchen, nein Entschuldigung, die Studienanfänger/innen (die politische Korrektheit ist hier besonders zu beachten, damit der Artikel den Normen des universitären Umgangs entspricht und keinen Shitstorm auslöst) herum und blicken verwirrt in alle Richtungen. Weiterlesen

Rauchwolken

von Alexander Mosig

Ich saß in meinem Zimmer auf der Couch und war meinen letzten Tag krank. Vor mir eine Duftkerze, dessen Docht sich im Wachs verfangen hatte. Um zumindest etwas Produktives getan zu haben, beschloss ich mich des Problems anzunehmen. Als Student verschließt man sich nicht vor Problemen, sondern findet Lösungen. Weiterlesen

Die Angst vor dem Auftritt

von Alex Mosig

Die ruhigen, melodischen Klänge der zwei Musiker haben keinen Effekt auf meine Nervosität. Wenn überhaupt, dann gegensätzlich zum gewünschten. Statt den Puls zu drücken, schlägt mein Herz immer schneller. Meine Poren beginnen sich zu öffnen und ich merke wie sich langsam Schweißperlen bilden. „Scheiße. Auch das noch. Zu allem Überfluss auch das noch…“, streift es mir niedergeschlagen durch meine Gedanken. Unauffällig versuche ich meine Achsel zu berühren, um zu testen, ob ich mich überhaupt trauen kann, die Arme zu öffnen, wenn es nach vorne geht. Das Ergebnis fatal. Hätte ich an so etwas wie ein Shirt zum Wechseln gedacht, dann wäre jetzt der richtige Zeitpunkt dafür gewesen. Hatte ich natürlich nicht. An was hatte ich überhaupt gedacht? Weiterlesen

You can go through the rest of ‚ur life without ever knowing anybody

von Alex Mosig

Nun steh ich hier am Ende meiner Zeit. Für mich jetzt sogar das Zeitlose. Der Unendlichkeit. Reflektierend kann ich nun zurück blicken. Alles vor mir wird zur Nichtigkeit. Gefühle und Impressionen, die mich im Leben begleiteten, ja teils auch geleitet hatten nun, wie in einem Vakuum erstickt. Das Eintreffen des Unausweichlichen, was unterbewusst langsam zu einem klaren Gedanken heran wuchs, ich jedoch nicht zwingend eingesehen hatte, nicht mehr zu verhindern. Weiterlesen

Fortsetzungsroman, Seite 14a

von Alex Mosig

Plötzlich überkam mich ein flaues Gefühl. Etwas stimmte nicht. Etwas fehlte. Das in die Menschen gesetzte Vertrauen war ein Fehler gewesen. Eine Dummheit. Mein Rucksack verschwunden. Komisch eigentlich, denn ich hatte doch nichts in ihm was von Wert gewesen wäre. Welcher Idiot klaute schon einen leeren Ranzen? Da überkam mich die Klarheit. Ich brauchte nicht mehr für die Reise, außer den Dingen, die ich am Körper trug. Meine Kleidung und meine Geldbörse. Dazu die Fahrkarte, ohne die man mich ohne Umschweife aus der Bahn schmeißen würde. Innerlich davon überzeugt, dass die Zukunft besseres für mich bereithalten würde als die Vergangenheit. Weiterlesen