Zwischen Bachelor- und Masterbürokratie

von Lisa Pilhofer

Ich gehöre zu den Leuten, die von dem Bachelor-Master-System nicht sonderlich begeistert sind. So wie ich das verstanden (und auch unter www.bachelor-studium.net nachgelesen) habe, dient die Umstellung von Diplom und Magister auf Bachelor/Master dem schnelleren Einstieg ins Berufsleben, der flexibleren Gestaltung des Studiums und vor allem der Vereinheitlichung des Abschlusses, der international anerkannt wird und einen besseren Austausch zwischen Universitäten möglich macht. Das heißt, man kann seinen Master auch an einer anderen Universität machen, man besitzt ja dieselben Voraussetzungen.
Soweit die Theorie. Weiterlesen

Vor der Leipziger Buchmesse

von Lisa Pilhofer

Diese Woche ist es wieder soweit: Die Leipziger Buchmesse findet statt! Sie bietet nicht nur Gelegenheit, neue Lektüren kennen zu lernen, bekannten Autoren beim Vorlesen ihrer Werke zu lauschen, verschiedenen Diskussionen rund um das Medium Buch beizuwohnen oder einfach nur ein bisschen zu stöbern. Zusätzlich gibt es auch, was besonders interessant für Schüler und Studenten ist, etliche Angebote zum Thema Was kann ich im Bereich Medien machen? Was muss ich lernen bzw. studieren, um in diesem Bereich arbeiten zu können? Kann ich mit einem Literaturstudium nur Lektor werden? Wie fasse ich Fuß in der Buchbranche? Und für alle angehenden Starautoren: Wie schreibe ich gute Geschichten? und Wie kriege ich sie veröffentlicht? Weiterlesen

Rindfleischetikettierungsüberwachungs-aufgabenübertragungsgesetz

von Lisa Pilhofer

Am Samstag wollte ich auf Google nach Rindfleischrezepten suchen und bekam, nachdem ich gerade mal „rindfl“ eingetippt hatte, folgenden ersten Vorschlag von Google präsentiert: Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz. Weiterlesen

Dauerbesetzte Schließfächer – Studentischer Egoismus in Bestform

von Lisa Pilhofer

Es ist Fakt, dass die Universitätsbibliothek der Adolf-Reichwein-Straße zu wenige Schließfächer hat. Mir sagte man dort, man habe nur so viele Schließfächer, wie Plätze zum Arbeiten in der Bibliothek sind. Das ist mit Sicherheit vernünftig und nachvollziehbar. Für eine Universität, die aufgerundet 20.000 Studenten hat, von denen die meisten die Bibliothek des Adolf-Reichwein Campus nutzen, ist es das meiner Ansicht jedoch nicht. Vor allem, wenn es nur zirka 400 Schließfächer gibt. Weiterlesen

Von unten betrachtet

Lisa Pilhofer

Ich bin klein. Ich messe stolze 1 Meter 43. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass das in etwa der Durchschnittsgröße einer Zehnjährigen entspricht. Ich habe immer noch das Vergnügen, Kleidung in der Kinderabteilung einkaufen zu können, was zugegebenermaßen in finanzieller Hinsicht recht praktisch ist, aber auf die Dauer doch deprimierend sein kann, wenn die meisten der Klamotten pink sind (Mädchen mögen ja angeblich nur Pink). Vor allem schmerzt es, wenn man Kleidungsstücke trägt, bei denen auf dem Waschzettel die Größe und das dazu passende Alter steht (bei mir ist das meistens zwischen 134 und 152, was in etwa 9–12 Jahren entspricht). Weiterlesen

Der Widerspenstigen Zähmung im Musikpavillon oder Fifty Shades of Shakespeare

Lisa Pilhofer

Das Ensemble des Tollmut-Theaters hat dem unbeständigen Siegener Wetter getrotzt und diesen Mittwochabend die Premiere von Der Widerspenstigen Zähmung im Musikpavillon des Schlossparks gefeiert. Mit nur wenigen Requisiten, zu denen ein quietschgelber Sessel und ein blutroter Samtvorhang gehörten (später kamen noch eine Gitarre, ein Besen und ein rauchender Topf dazu), führte die studentische Theatertruppe ihre moderne, aber noch das Original zitierende, Version Shakespeares auf. Weiterlesen

16.03.2015: Schatzsuche

Geht auf die Suche und entdeckt mit Lisa Maria Pilhofer einen echten Schatz ihrer Kindheit!

Von Lisa Pilhofer

In den Schulferien sind wir immer verreist. Als mein Bruder und ich zwischen 6 und 12 Jahre alt waren, sind wir mit unseren Eltern und Großeltern besonders oft nach Italien gefahren, in die Toscana, dort haben wir ein Apartment auf einem Bauernhof gemietet. Wenn wir uns nicht auf dem Bauernhof aufgehalten oder die Wälder drum herum erkundet haben, sind wir öfter in den Städten unterwegs gewesen. Aber vor allem haben wir Ruinenstätten besucht. Die Ruinen in der Toscana sind mir besonders im Gedächtnis geblieben. Nicht etwa, weil ich als Sechsjährige sonderlich an Kultur und Geschichte interessiert gewesen wäre. Bei den Orten, die wir besichtigt haben, war es mir herzlich egal, welche Stadt oder welches Dorf dieser Haufen moosbedeckter Steine mal gewesen sein sollte. Für mich und meinen Bruder waren es Spielplätze, und nicht nur das: Es waren Schatzinseln. Weiterlesen