von Jana Albrecht
„Formuliere deine Gedanken ohne Worte und du wirst beginnen dich zu verstehen!“
Ein Kopf voller Gedanken – Sehnsüchte und Erschütterungen, Emotionen und Ängste. Gedanken, die sich nicht in Worte fassen lassen – sich in einem Labyrinth elektrisierend verlaufen, nicht greifbar sind – nur einsam existieren. Greifbar nah aber nie zu fassen. Viel zu schnell rasen sie durch das Labyrinth, viel zu schnell in alle Richtungen – das Ich kann nicht folgen und doch versteht es die Komplexität des gedanklichen Konstrukts, unfähig sich mit Sprache mitzuteilen. Eine Sprache voll von Worten, die nie ausreichen wird um die Implosion subjektiv belastender Worte des denkenden Seins zu formulieren – welche bereits formuliert sind aber immer im Ich gefangen sein werden. Einem Ich, einem Sein, einem Subjekt, das verzweifelt nach Worten sucht um sich mitteilen zu können – teilhaben zu können an den scheinbar so klar definierten Worten anderer. Aber das Wort ist verschwunden im schwarzen Loch des Labyrinths voller komplexer Bilder voller Gedanken ohne Worte. Doch ist das Bild nicht selbst Wort? Die Aneinanderreihung von Bildern nicht selbst Satz?
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