Rindfleischetikettierungsüberwachungs-aufgabenübertragungsgesetz

von Lisa Pilhofer

Am Samstag wollte ich auf Google nach Rindfleischrezepten suchen und bekam, nachdem ich gerade mal „rindfl“ eingetippt hatte, folgenden ersten Vorschlag von Google präsentiert: Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz. Weiterlesen

Tausende Inseln. Ein Eindruck von der Frankfurter Buchmesse

von Theresa Müller

Lange Flure, gefüllt mit Menschen, die gleich einem Fluss oder einer Strömung immer mal wieder nach links und rechts ausscheren, sich kurz an einem der Stände festhalten und sich gegebenenfalls etwas einpacken, um sich dann wieder in den großen trägen Besucherstrom zu begeben. Man kann sich auch einfach nur treiben lassen, quasi hypnotisiert, denn es kommen einem immer wieder Personen entgegen mit Programmheften, Flyern und Zeitungen, die sie einem in die Hand drücken. Die Frankfurter Buchmesse ist die größte weltweit und erstreckt sich über mehrere Hallen, sowie einem großen Innenhof. Als ich das erste Mal zu Besuch auf der Buchmesse war, war ich zugleich entdeckungsfreudig und überfordert, da die Masse an Angeboten nicht zu bewältigen ist. Über fünf Tage hinweg können die Besucher Verlage aus aller Welt kennenlernen und an Vorträgen, Lesungen, Diskussionen, Kochshows und vielem mehr teilnehmen, nicht nur auf der Buchmesse, sondern auch in der ganzen Stadt verteilt. Weiterlesen

Die Flücht-LINGs-Krise in aller Munde …

Von Laura Schönwies

„Immer mehr Flüchtlinge versuchen über die Grenzen zu kommen“
„Flüchtlings-Unterkunft wurde angezündet“
„Flüchtlings-Krise spitzt sich weiter zu“

Kein Wort geht derzeit häufiger durch die Medien als „Flüchtling“.

„Flücht-LING“? Dieser Begriff macht mich stutzig…

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Morgendliche Ärgernisse – Das Zugabteil als Partyraum

von Anna Sebastian

Sie sitzt im Zug. Alltägliche Handlung. Banaler Anfang. Jedoch der wesentliche Teil dieser Geschichte. Sie sitzt im Zug.
Dass sie in diesem Zug sitzt, ist keine Selbstverständlichkeit – im Gegenteil: Der bisherige Morgen war geprägt von nervösem Trippeln, dem andauernden Starren auf die Uhr und einigem Rennen. Beim letzten Sprint konnte sie sich gerade noch durch die sich schließenden Tür des Zuges drängen. Nun sitzt sie, nach Luft schnappend, im hinteren Teil des Zugabteils, welches für einen Samstagmorgen überraschend leer ist. Den Grund hierfür wird sie schneller begreifen als ihr lieb ist. Während sich ihr Herzschlag wieder normalisiert, lauscht sie mit geschlossenen Augen der Lautsprecherdurchsage. Nur um sich zu vergewissern, nicht in der ganzen Hektik in den falschen Zug gestürzt zu sein.
„Früher bin ich gerne mit dem Zug gefahren“, denkt sie sich im Stillen. Jene Stille wird allerdings unterbrochen von dem kratzigen Sound eines Handys. Helene Fischer tönt durch das Abteil und ihr wird bewusst, aus welchem Grund das Abteil so leer geblieben ist. Begleitet wird die musikalische Folter von dem lauten und beinahe hysterischen Gekicher einer Horde von Frauen mittleren Alters. Sie wirft einen Blick auf die lachende Herde. Gut, vielleicht auch schon eher fortgeschrittenen Datums. Das ist jedoch unwichtig. Die langsam entstandene Ruhe der jungen Frau ist verschwunden. Es fällt ihr schwer, die Euphorie ihrer Mitreisenden zu teilen.

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Salzig wie das Meer

von Alicia Thelen

Ich muss immer noch daran denken. Ich habe mich längst wieder ans Zuhausesein gewöhnt, aber ich muss immer noch daran denken, wie wir beide ins Meer gesprungen sind. Wir hatten nichts zum Schwimmen dabei, es war nachts kalt und windig, nicht die besten Bedingungen also. Doch wir Verrückten mussten es darauf ankommen lassen. Wir waren mutig. Vielleicht hat uns das Bier auch erst mutig gemacht, aber was zählt, ist, dass wir uns getraut haben. Wir nahmen Anlauf und rannten durch den nassen Sand. Das Wasser in den Prielen spritzte zu allen Seiten, doch das machte es nur noch schöner. Die Wellen rauschten kraftvoll, tauchten uns in Salzwasser und wir gaben ihnen schreiend Antwort. „WAAAAH!“ Es war so kalt, dass ich dachte, mein Kopf würde gleich explodieren. Meine Hose war klatschnass und klebte bei jeder Bewegung fest an meinem Körper. Das Wasser drückte sich an meine Beine. Du warst so übermütig, du fingst an, zu tanzen und ich tanzte mit. Und das war auch unsere Rettung, denn hätten wir nicht getanzt, wären wir vor Kälte erstarrt. Erst zappelten wir hilflos, wie Fische, völlig ohne Struktur, du schlugst auf das Wasser und irgendwann griffst du auf einmal lachend nach meiner Hand. Alles drehte sich, ich drehte mich und du und das Meer. Ich konnte gar nicht mehr klar denken. Das Meer presste uns zusammen und in dem Moment war mir klar, dass ich mich für immer an diesen Augenblick erinnern würde.

Ich habe vergessen, wie lange wir im Meer getanzt haben und ich habe sogar vergessen, wie du heißt. Ich glaube, ich habe dich gar nicht nach deinem Namen gefragt. Doch in diesem Moment war das egal. Und ist es immer noch. Denn jetzt gerade packe ich meinen Schreibblock in meine Tasche und bereite mich auf die Uni vor. Das Semester beginnt wieder und du bist weit, weit weg. Was bleibt, ist nur diese kleine weiße Muschel, die du mir als Abschiedsgeschenk in die Hand gedrückt hast. Das reicht. Ich lege sie auf die Fensterbank. Wenn ich nach Hause komme, wird sie noch immer dort liegen und mich an den salzigen Geschmack des Meerwassers erinnern und – Dich .

Verschwende deine Zeit

Aufgepasst und mitgemacht! Im folgenden Text sind 4 Songtexte versteckt. Wer sie findet und errät, bekommt einen coolen Buchpreis von uns!

 

von Natalie Meyer

Gestern Nacht lag ich noch lange wach, hab darüber nachgedacht, warum man das, was man am liebsten tut, so selten einfach macht. Genau das frage ich mich auch so häufig. Vor allem in den Semesterferien. Ich hetze von Praktikum zu Praktikum, von einem Pressetermin meiner Nebenjobs zum nächsten. Und abends pflanze ich mich nur noch vor den Fernseher. So wird es aussehen, wenn du mit dem Studium fertig bist, so ziemlich jeden Werktag, denke ich mir. Tolle Aussichten! Weiterlesen

Kigoma – Mpulungu

von Sebastian Wilhelm

Stellt euch mal Folgendes vor.

Dieses Wochenende wollt ihr mal wieder nach langer Zeit einen entfernten Freund besuchen. Ihr habt ihn wirklich lange nicht mehr gesehen, doch dieses Mal habt ihr nach Dekaden endlich mal ein wenig mehr Zeit. Das Problem war immer die Distanz. In Zeiten, in denen jeder von uns durch Beruf, Studium oder persönlichen Zielen seinen eigenen Weg gehen muss, sind entstehende Distanzen keine Seltenheit – ich denke, diese Erfahrung kennt jeder. Weiterlesen

Dauerbesetzte Schließfächer – Studentischer Egoismus in Bestform

von Lisa Pilhofer

Es ist Fakt, dass die Universitätsbibliothek der Adolf-Reichwein-Straße zu wenige Schließfächer hat. Mir sagte man dort, man habe nur so viele Schließfächer, wie Plätze zum Arbeiten in der Bibliothek sind. Das ist mit Sicherheit vernünftig und nachvollziehbar. Für eine Universität, die aufgerundet 20.000 Studenten hat, von denen die meisten die Bibliothek des Adolf-Reichwein Campus nutzen, ist es das meiner Ansicht jedoch nicht. Vor allem, wenn es nur zirka 400 Schließfächer gibt. Weiterlesen

Die Angst vor dem Auftritt

von Alex Mosig

Die ruhigen, melodischen Klänge der zwei Musiker haben keinen Effekt auf meine Nervosität. Wenn überhaupt, dann gegensätzlich zum gewünschten. Statt den Puls zu drücken, schlägt mein Herz immer schneller. Meine Poren beginnen sich zu öffnen und ich merke wie sich langsam Schweißperlen bilden. „Scheiße. Auch das noch. Zu allem Überfluss auch das noch…“, streift es mir niedergeschlagen durch meine Gedanken. Unauffällig versuche ich meine Achsel zu berühren, um zu testen, ob ich mich überhaupt trauen kann, die Arme zu öffnen, wenn es nach vorne geht. Das Ergebnis fatal. Hätte ich an so etwas wie ein Shirt zum Wechseln gedacht, dann wäre jetzt der richtige Zeitpunkt dafür gewesen. Hatte ich natürlich nicht. An was hatte ich überhaupt gedacht? Weiterlesen

Wer nicht fragt, bleibt dumm?

von Johannes Herbst

Wer hat gesagt, dass 12 Monate ein Jahr ergeben und man nach dem zwölften Monat in der Zählung wieder beim ersten anfängt? Wer hat gesagt, dass ein Jahr 356 Tage hat? Und wer, dass der Tag 24 Stunden besitzt und diese wiederum jeweils aus 60 Minuten bestehen und eine dieser Minuten sechzig Sekunden dauere. Und wie lange dauert so eine Sekunde? Weiterlesen